HR als Innovator

Posted September 23rd, 2013 by Benni Winzer. Comments (2).

Im ‘Human Resources Manager’ las ich heute einen sehr interssanten Beitrag von Stephan Grabmeier.

Es ging im Kern darum, dass sich HR im Unternehmen als Innovator etablieren muss. Warum? Weil aufgrund der rasanten Veränderungen im Kommunikationsverhalten völlig neue Mensch-zu-Mensch-Schnittstellen entstanden sind. Und die Gestaltung dieser Schnittstellen sollte Aufgabe von HR sein. Wie? Stephan Grabmeier nennt vier Wege: HR muss Treiber für Enterprise 2.0 werden. HR muss eine Öffnung des Mindsets des Unternehmens hin zu neuen Wegen umsetzen. HR selbst muss agile Methoden (Srums, Barcamps etc.) einsetzen und seinen Kunden zur Verfügung stellen. HR muss eine Innovationskultur verankern.

Alles in allem fand ich den Artikel wirklich interessant und kann Stephan Grabmeier zu 100% zustimmen. Allerdings kam mir beim lesen des Artikels unwillkürlich die Frage: wie sollen wir das praktisch machen? Nicht, dass das nicht genau der richtige Weg wäre. Aus eigener Erfahrung weiß ich aber, wie schwierig es ist, diesen Weg zu gehen.

Ebenso aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass der Punkt ‚Öffnung des Mindsets‘ mit am Wichtigsten ist. Und diese Änderung der Einstellung muss zuerst in HR stattfinden bevor sie ins Unternehmen transportiert werden kann.

Nun war HR lange Jahrzehnte aber lediglich als Verwalter von Akten tätig. In den letzten Jahren wurde durch Organisationen wie dem HR Business Partner Modell zwar versucht, dem Personalwesen eine neue Richtung und eine neue Bedeutung im Unternehmen zu geben. Die Ergebnisse waren in vielen Fällen leider nur mäßig. Die Gründe hierfür? Einer der Hauptgründe ist mit Sicherheit der, dass die viele Personaler ihre Historie des Verwaltens und Abarbeitens mit in die neuen Organisationen übernommen haben – und diese damit ad absurdum geführt wurden.

Ein Stück weit ist die Schwierigkeit des Anpassens durchaus nachvollziehbar (man denke nur an das Thema Beziehung und daran, wie schwer es ist, sich selbst zu ändern – geschweige denn, jemand anders ändern zu wollen). Wollen wir als HR aber wirklich etwas bedeuten und etwas verändern, führt kein Weg daran vorbei!

Das Gute ist ja: oft reichen schon Kleinigkeiten um etwas zu verändern. Manchmal auch schon Einzelpersonen. Und getreu dem Motto ‘Steter Tropfen höhlt den Stein’ besteht eine Möglichkeit, das Umdenken in HR voranzutreiben darin, eine Idee oder eine mögliche Innovation – und ganz wichtig natürlich: deren Nutzen für HR und/ oder das Unternehmen – immer wieder ins Gespräch zu bringen. Oder die Kollegen zu überzeugen, vielleicht doch mal vom guten alten Meeting abzuweichen und etwas Neues auszuprobieren. Warum nicht mal scrumen? Oder Barcamps besuchen? Ja, die gibt es auch für HR Themen!

Fakt ist, dass unsere Kunden gerne eine HR Organisation hätten, die ihre speziellen Bedürfnisse versteht, darauf eingeht und individuelle Unterstützung bzw. Lösungen bietet. Die im anfangs erwähnten Artikel genannten Schritte ermöglichen HR genau diese Wünsche zu erfüllen. Jetzt müssen wir als HR uns nur noch auf den Weg machen!

Ich werde es auf jeden Fall gleich bei nächster Gelegenheit versuchen.

2 Responses to “HR als Innovator”

  1. Susanne Wolff

    Hallo Benjamin,

    ein schöner Blog. Die Atmosphäre stimmt also schonmal.

    Viel Spaß und Erfolg damit und liebe Grüße aus “dem Norden”.

    :)

  2. Benjamin Winzer

    Hallo Susanne,

    Danke für die Blumen!
    Freut mich, dass es dir gefällt!

    Viele Grüße
    Benni

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